- Birke
- definition:Birke (Betula fam. Betulaceae)
Birken sind sommergrüne Bäume oder Sträucher. Sie gehören zu den sehr schnell wachsenden Gehölzen und können schon nach sechs Jahren eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen. Ausgewachsen werden sie bis zu 30 Meter oder höher. Bei vielen Birkenarten ist die Rinde auffällig hell bis weiß. Alle Birken werden windbestäubt, weshalb in der Blütezeit von Ende März bis Ende April große Mengen an Pollen ausgeschüttet werden. Die Blütenstände heißen Kätzchen. Die männlichen Blütenstände sind hängend, die weiblichen aufgerichtet. Die vielen kleinen geflügelten Samen, welche im Herbst reif werden, befinden sich zwischen den Hochblättern im Fruchtstand. Die Früchte haben Fruchtreife im September bis Oktober.
Holzverwendung
Als Holzlieferanten werden in Mitteleuropa vor allem die Sand- und die Moor-Birke genutzt. Sie bilden als Splintholzarten keinen Kernholzbereich und somit keinen Farbkern aus. Das Holz ist entsprechend gleichmäßig gelblichweiß, rötlichweiß oder hellbräunlich gefärbt und besitzt einen seidigen Glanz. Als typische Farbeigenschaft besitzt das Holz fleckenartige Hell-Dunkel-Lichteffekte, die durch Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf entstehen. Bei älterem Holz kann ein gelblich-roter bis brauner Falschkern ausgebildet sein. Die Jahresringe sind durch schmale und dichte Spätholzstreifen abgegrenzt. Im Gesamtcharakter entsteht ein hellfarbiges und schlichtes, je nach Faserverlauf sehr dekoratives Nutzholz. Besonderheiten stellen die vor allem bei der Sand-Birke vorkommenden Flammen- und Eisbirkenmuster dar, die auf stark unregelmäßige Faserverläufe zurückzuführen sind. Zu den teuersten Holzarten gehört die Maser-Birke, die ihr charakteristisches Zeichnungsmuster durch dunkle Einlagerungen und stark wellenförmige Jahresringe erhält. Birkenholz kann wegen seiner geringen Tragkraft kaum als Bauholz verwendet werden. Es ist ein leichtes Holz und dabei sehr haltbar. Es ist sehr resistent gegen Trockenheit und Feuchtigkeit, weshalb es in der Wagnerei und Tischlerei einst sehr geschätzt war. Man stellte daraus unter anderem Holzschuhe, Deichseln, Leitern, Fassreifen, Tische, Stühle und Wäscheklammern her. In skandinavischen Ländern wird das Holz der Maserbirke für Messergriffe u. ä. verwendet. Hochwertiges Birkenholz eignet sich zur Herstellung von Furnier. Auch als Brennholz ist es als dekoratives Kaminholz beliebt. Dank der ätherischen Öle brennt Birkenholz sogar in frischem Zustand. Birkenrinde ist gut als Zunder und zum Entzünden eines Feuers geeignet. - Birnbaum
- definition:Österreichische Birne (Pyrus austriaca)
Birnbaumholz ist ein gefragtes Holz im Möbelbau. Aufgrund seiner geringen Dauerhaftigkeit kann es nur für den Innenbereich genutzt werden. Es ist hart, schwer, zäh und wenig elastisch. Es hat eine mittlere Dichte von 0,74 g/cm³ /s. LWF Bericht Nr. 23). Wie jedes schwere und Dichte Holz neigt es bei der Trocknung stark zur Rissbildung und es arbeitet mitunter sehr, vergleichbar mit der ähnlich schweren Buche. Jedoch ist es im trockenen Zustand sehr formstabil. Diese Stabilität hängt mit den sog. Steinzellen zusammen, die sowohl die Birne als Frucht wie auch das Holz aufweist. Es handelt sich hierbei um filzartig verflochtene Zellen. Der Brennwert des Birnenholzes ist etwas geringer als der des Buchenholzes, obwohl sie von der Dichte sehr ähnlich sind. Das Holz ist sehr fein, sehr gleichmäßig und hat kaum sichtbare Jahresringe. Äußere Verletzungen des Baumes können aber zu violett braunen bis schwarz braunen Farbveränderungen führen. Das Dämpfen des Holzes, etwa bei der Furnierherstellung, verschiebt die Farbe ins rötliche und dunkle. Altert das Holz, so bekommt es eine sehr schöne bernsteinartige Färbung (dunkler, brauner Bernstein ist gemeint.) Diese Farbe ist eigentlich auch das einzige Unterscheidungsmerkmal für das bloße Auge zum sog. "schweizer Birnbaum", was eine Handelsbezeichnung für verschiedene Bäume der Gattung "sorbus" ist. Poren sind mit unbewaffnetem Auge nur im Querschnitt zu erkennen.
Birnbaum eignet sich trotz seiner Härte zum Schnitzen, aufgrund der Steinzellen lässt es sich nämlich in verschiedenen Richtungen schneiden ohne auszureißen. Es gibt sogar den "Mostbirnenschnitzer", ein Vertreter einer alten Handwerkskunst. Er schnitzte Backformen oder früher Druckstöcke oder Lettern aus Holz. Alte Holzmodel sind aus Birnbaumholz geschnitzt, wie sie für Springerle Verwendung finden.
Verwendung findet es auch, wenn es schwarz gebeizt wird, als Ersatz für das sehr teure Ebenholz. - Buche
- definition:Gattung in der Familie der Buchengewächse
Buchen sind sommergrüne Bäume mit glatter, grauer Rinde. Nur selten wird im Alter eine schwache Borke ausgebildet. Die Laubblätter stehen wechselständig und sind ganzrandig, gekerbt oder gezähnt. Sie haben am Rand kleine Härchen, schmale Nebenblätter werden ausgebildet. Buchen sind einhäusig getrenntgeschlechtlich (monözisch) und werden vom Wind bestäubt (Anemophilie). Die männlichen Blütenstände sind kätzchenartig. Die weiblichen Blüten sitzen zu dritt zusammen. Aus ihnen bilden sich die Bucheckern. Es sind dreikantige Nüsse, die zu zweit oder zu dritt in einem sogenannten Achsenbecher (Cupula) sitzen. Sie enthalten 45 bis 50% Öl; aus 100 kg Bucheckern können 30 kg Speiseöl gewonnen werden. Bucheckern sind roh essbar. Vom Verzehr größerer Mengen muss aber abgeraten werden, da sie das schwach giftige Trimethylamin (auch Fagin genannt) enthalten. Der Verzehr von etwa 50 Bucheckern kann Erbrechen, Durchfall, Krampf- und Lähmungserscheinungen verursachen. In besonderen Fällen Benommenheit oder tiefe Bewusstlosigkeit bis zu 24 Stunden. Als erste Hilfe helfen Abführmittel. Das Holz aller Buchenarten ist in seinen Eigenschaften ähnlich: Es hat einen farblich homogenen Aufbau über den gesamten Stammquerschnitt sowie eine große Härte und Biegefestigkeit. Buchenholz wird sowohl als Massivholz wie auch als Furnier gern im Möbelbau verwendet. Durch Dämpfen des Rohholzes wird die Holzfarbe intensiviert (angefeuert), ebenso durch Aufbringen von ölhaltigen Holzversiegelungen oder von Wasserlacken. Buchenholz ist nicht für den Einsatz im Freien geeignet, da es dort schnell verrottet. Buchenholz ist auch ein hochwertiges Brennholz und lässt sich leicht von Hand spalten. Durch seinen hohen Heizwert und das schöne Flammenbild gilt es als eines der besten Hölzer für Ofen und Kamin; zudem sprüht es nur wenig Funken.
- Buchsbaum
- definition:Gewöhnlicher Buchsbaum
Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens), auch nur Buchsbaum oder Buchs genannt, ist ein immergrünes Gehölz aus der Gattung der Buchsbäume (Buxus). Er ist ein sehr langsam wachsender, bis zu 8 Meter hoch werdender Baum, der aber oft nur Strauchhöhe erreicht. Er ist in Südwesteuropa, Mitteleuropa, Nordafrika und Westasien heimisch. Der Name stammt möglicherweise vom lat. buxus, dessen Ursprung im griechischen pyxos vermutet wird, dem von Theophrast verwendeten Namen für eine Pflanze, die man später als Buchsbaum interpretierte. Theophrast war in seiner Beschreibung nicht sehr eindeutig und seine ursprüngliche Manuskripte sind nicht bis zur heutigen Zeit erhalten geblieben. Das schwere Buchsbaumholz wird bis heute in der Drechslerei geschützt. Bereits der altrömische Schriftsteller Plinius schilderte, dass aus dem Holz des Buchsbaums Dosen und Kästchen gefertigt wurden. Man vermutet daher, dass sich aus pyxis die Bezeichnung Büchse, box (Englisch) und boute (Französisch) entwickelten. Buchsbaumholz ist bis heute sehr knapp und teuer. Der Buchsbaum wurde und wird häufig als Zier- und Nutzgehölz angepflanzt und kommt gelegentlich auch verwildert vor. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet reicht in nordwestlicher Richtung vom Mittelmeer über Frankreich bis nach Südengland. In östlicher Richtung ist er bis zum Nordiran zufinden. Ursprüngliche Standorte finden sich in Deutschland wohl nur noch im Buchswald Grenzach-Wyhlen (Landkreis Lürrach) und an der Mosel. Der Buchsbaum ist immergrün und trägt eiförmig bis länglich-elliptische, dunkelgrüne Blätter, welche eine deutlich hellere Unterseite aufweisen. Die zwischen März und Mai erscheinenden gelben Blüten sind ohne Kronblätter. Die Blüten sind duftlos, sie produzieren jedoch sehr reichlich Nektar und Pollen und werden daher von Bienen und Fliegen aufgesucht. Nach der Fruchtreife fallen die Samen zu Boden. Sie werden hier häufig von Ameisen verschleppt, die vom Duft der Samenwarze angelockt werden. Neben dem Besenginster ist der Buchsbaum damit eines der wenigen heimischen Gehölze, dessen Samen von Ameisen verbreitet werden (Myrmechorie).
- Carnaubawachs
- definition:Lebensmittelechtes Wachs zur Oberflächenbehandlung
Carnaubawachs ist unverdaulich und wird bei Verzehr (auch durch Tiere) auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Es gilt als gesundheitlich unbedenklich und ist frei von Duftstoffen, was es speziell auch für Allergiker interessant macht. Das Carnaubawachs besitzt eine helle gelbliche bis grünliche Farbe und ist das härteste bisher bekannte natürliche Wachs. Sein sehr hoher Schmelzpunkt (zw. 80-87 °C) hält es auch in warmen Räumen und bei Sonneneinstrahlung stabil.
- Cocobolo
- definition:
Der Cocobolo (Dalbergia retusa), auch Coccobolo, Grenadillo, Nambar oder Palo Sando genannt, ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Dalbergien (Dalbergia) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Es handelt sich um einen Baum kleiner bis mittlerer Größe, der 15 bis 20 m hoch wird. Der schwarzrindige Stamm wächst unregelmäßig und verzweigt sich bereits auf niedriger Höhe. Die Krone ist offen. Die wechselständigen Blätter sind gestielt und unpaarig gefiedert, die lederigen und glänzenden Blättchen sind abgerundet länglich und erreichen eine Länge von 2,5 bis 12 Zentimetern. Die in 4 bis 18 Zentimeter langen, achsel- oder endständigen Rispen stehenden, zygomorphen Blüten sind weiß und glockenförmig. Der Cocobolo wächst entlang der Das Holz des Cocobolo ist ein begehrtes Hartholz. Frisch geschnitten zeigt das Kernholz zahlreiche Farben von dunkelorange bis zu sattem tiefrot. Cocobolo ist sehr hart und schwer zu spalten, aber dennoch gut zu bearbeiten. Es ist zerstreutporig und hat einen leicht welligen Faserverlauf. Das Holz wird zum Beispiel für Haushaltsgeräte, Werkzeuggriffe, Musikinstrumente (Blasinstrumente), Stöcke und Bürsten verwendet. Auch in der Bildhauerei und Schnitzerei wird es sehr geschätzt. Pazifikküste von Mexiko bis Panama in Höhenlagen von 50 bis 300 m.
- Dose
- definition:
Eine Dose (von mittelniederländisch Dose für "Behälter zum Tragen","Lade","Koffer"; in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert belegt) ist ursprünglich ein kleiner, meist eckiger, runder oder ovaler Behälter mit Deckel. Bis ins 19. Jahrhundert waren Dosen reich verzierte Luxusgegenstände, die in Form von Porträtdosen auch als Prunk- und Ehrengeschenke vergeben wurden. Sie dienten, wenn sie nicht nur Ausstellungsstücke waren, zur Aufbewahrung besonders wertvoller Güter – z. B. als Schmuckdose, Zuckerdose, Konfektdose (Bonbonniere), Tabakdose (Tabatiere) oder auch als Spardose. Als besonders luxuriöse Varianten mit überraschendem Inhalt entstanden Dosenuhren und Spieldosen. Dosen wurden kunsthandwerklich aus Materialien wie Holz, Edelmetall, Alabaster und Porzellan hergestellt und mit Einlagen aus Elfenbein, Perlmutt, Schildpatt, Bernstein oder Email geschmückt.
- Drechselbank
- definition:Maschine zum herstellen von Rotationskörpern
Die Drechselbank (Drechseln v. mhd.: drähseln, ahd.: drāhsil) ist eine Maschine zum Herstellen von Rotationskörpern aus Holz (seltener Horn), beispielsweise von Rundstäben, etwa den Speichen eines Treppengeländers. Die Erfindung der Drechselbank oder Drehbank geht wahrscheinlich auf die Griechen Ende des 2. Jahrtausend v. Chr. zurück (siehe Drehmaschine). Das Werkstück wird in die Maschine zwischen Spindelstock und Reitstock gespannt und in Rotation versetzt. Während das Werkzeug mit der einen Hand durch Druck auf die Werkzeugauflage fixiert und gegen das rotierende Werkstück gedrückt wird, führt die zweite Hand das Werkzeug entlang der Längs- und Querachse des Drehteils und kippt es um die horizontal und vertikale Achse des Werkzeugs, wobei es sich bei der Auflagefläche an der Werkzeugauflage um den Drehpunkt (des Werkzeugs) handelt. Das Drehen von Schüsseln ist auf einer Drechselbank mit dem "fliegendem drechseln" möglich. Dazu werden Spannfutter auf die Spindel geschraubt und das Werkstück nur auf einer Seite in ihnen gehalten. So kann man ohne Hindernisse die Schüssel von vorne bearbeiten. Das geschieht mit Schüsseldrehröhren (Stechbeitel zum Schüsseldrehen). Geeignete Hölzer sind Birne, Erle, Zirbe usw. Eine Drechselbank entspricht in Ihrem Aufbau im wesentlichen einer Drehmaschine - wobei bei der Holzbearbeitung das Werkzeug nicht fest in eine Werkzeugaufnahme auf einem Schlitten gespannt ist und somit auch keine automatischen Vorschübe zur Verfügung stehen.
- Drechseln
- definition:Drehen von Holz, etc. in runde Gegenstände
Mit dem Drechseln (Drehen) wird einem Körper, welchem auf der Drechselbank eine Drehbewegung mitgeteilt wird, durch Anwendung schneidender Werkzeuge eine bestimmte Form geben. Drechseln entwickelte sich aus der ursprünglichen Form des Bohrens in Ägypten im 4. bis 5. Jahrtausend v. Chr. und wurde seitdem, bis auf den Antrieb, der seit der Motorisierung eine kontinuierliche hohe Drehzahl erlaubte, und die verwendeten Materialien, nicht wesentlich weiterentwickelt. Man drechselt Holz, Grünholz, Schildpatt, und Elfenbein, bei Metallen spricht man dagegen vom Drehen. Die Drechsler sind entweder Holzdrechsler (gewöhnliche Drechsler) oder Kunstdrechsler. Hartholz wird mit hohen Drehzahlen gedrechselt, während Weichhölzer dagegen mit niedrigeren Drehzahlen gedrechselt werden. Je größer der Gegenstand, desto geringer die Drehzahlen des Werkstückes bzw. umgedreht je geringer der Durchmesser desto höher die Drehzahlen des Werkstückes. Anders ausgedrückt muss die Schnittgeschwindigkeit höher sein als die Schergeschwindigkeit des Holzes. Ist die Winkelgeschwindigkeit zu hoch, zerbirst der Drechselkörper und es besteht Lebensgefahr. Schon Phidias soll die Drechslerkunst auf Holz und Elfenbein angewendet haben. Alexander der Große, Artaxerxes von Persien, Peter der Große und Kaiser Rudolf II. trieben die Drechslerkunst zu ihrem Vergnügen. Auch Martin Luther war ein fleißiger Drechsler.
- Drechslerei
- definition:Handwerksbetrieb in dem gedrechselte Waren hergestellt werden
Mit dem Drechseln (Drehen) wird einem Körper, welchem auf der Drechselbank eine Drehbewegung mitgeteilt wird, durch Anwendung schneidender Werkzeuge eine bestimmte Form geben. Drechseln entwickelte sich aus der ursprünglichen Form des Bohrens in Ägypten im 4. bis 5. Jahrtausend v. Chr. und wurde seitdem, bis auf den Antrieb, der seit der Motorisierung eine kontinuierliche hohe Drehzahl erlaubte, und die verwendeten Materialien, nicht wesentlich weiterentwickelt. Man drechselt Holz, Grünholz, Schildpatt, und Elfenbein, bei Metallen spricht man dagegen vom Drehen. Die Drechsler sind entweder Holzdrechsler (gewöhnliche Drechsler) oder Kunstdrechsler. Hartholz wird mit hohen Drehzahlen gedrechselt, während Weichhölzer dagegen mit niedrigeren Drehzahlen gedrechselt werden. Je größer der Gegenstand, desto geringer die Drehzahlen des Werkstückes bzw. umgedreht je geringer der Durchmesser desto höher die Drehzahlen des Werkstückes. Anders ausgedrückt muss die Schnittgeschwindigkeit höher sein als die Schergeschwindigkeit des Holzes. Ist die Winkelgeschwindigkeit zu hoch, zerbirst der Drechselkörper und es besteht Lebensgefahr. Schon Phidias soll die Drechslerkunst auf Holz und Elfenbein angewendet haben. Alexander der Große, Artaxerxes von Persien, Peter der Große und Kaiser Rudolf II. trieben die Drechslerkunst zu ihrem Vergnügen. Auch Martin Luther war ein fleißiger Drechsler.
- Ebenholz
- definition:Ebenholz (abanus)
Ebenholz (von arabisch abanus) bezeichnet das Holz der zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae) gehörenden, hauptsächlich in den Tropen Ostindiens und Afrikas heimischen Gattung der Ebenholzbäume und Dattelpflaumen (Diospyros) (mit ca. 120 Arten). Das tiefschwarze Kernholz (ohne sichtbare Jahresringe) ist sehr hart und schwer und gehört zu den schönsten und teuersten Holzarten. Ceylon-Ebenholz (Diospyros ebenum, D. melanoxylon, D. mun) hat schwarzes Kern- und gelb-graues Splintholz, ist sehr hart, gut polierbar, gut bearbeitbar, witterungsfest und termitenfest. Seine Dichte beträgt 1,0 bis 1,25 kg/dm3. Das bedeutet, dass dieses Holz nicht schwimmt, da seine Dichte über der von Wasser (1,0 kg/dm3) liegt. Die Blätter des Diospyros melanoxylon werden zur Herstellung von handgedrehten Zigaretten (Bidis) genutzt. Madagaskar-Ebenholz (Diospyros perrieri) ist von eher dunkelbrauner bis fast schwarzer Farbe, sehr feinporig, witterungsfest, termitenfest und hat eine Dichte von ca. 1,0 kg/dm3. Makassar-Ebenholz (Diospyros celebica) (Indonesien) zählt zu den farbigen Ebenhölzern und ist im Splint gelblichweiß, im Kernholz schwarz mit sehr charakteristischen hellgelb bis braungestreiften längsverlaufenden Maserungen; es ist sehr dicht und farbbeständig, sein Schleifstaub verursacht wie der aller Ebenhölzer Reizungen der Haut, Augen und Lunge. Seine Dichte beträgt 1,1 bis 1,3 kg/dm3. Im englischen Sprachraum wird es auch als Coromandelholz oder Marblewood bezeichnet. Ebenholz findet hauptsächlich Verwendung für Intarsien, Musikinstrumente (Klaviertasten, Streichinstrumenten-, Zither- und Gitarrengriffbretter) und Kunstdrechslerarbeiten. Außerdem wird Ebenholz auch zur Herstellung von Klarinetten verwendet. Reste aus dem Instrumentenbau werden weiterhin zur Herstellung von Strick- und Häkelnadeln verwendet. In Mythologie, Zauberei, Esoterik und Rollenspielen wird Ebenholz oft eine magische Wirkung zugeschrieben. So sollen Häuser mit ebenhölzernen Pfählen nicht von bösen Geistern betreten werden können, oder Waffen aus Ebenholz sollen Dämonen verwunden können. Auch Zauberstäbe werden oft aus Ebenholz hergestellt, ebenso sollten magische Gegenstände in Schatullen aus Ebenholz aufbewahrt werden, um ihre Kraft zu behalten.
- Eibe
- definition:Europäische Eibe (Taxus baccata)
Die (), auch oder nur genannt, ist die einzige europäische Art in der Pflanzengattung der Eiben () und gleichzeitig die älteste und schattenverträglichste Baumart Europas. Die immergrüne, langsam wachsende und harzlose Eibe wächst baum- oder strauchförmig und wird in Mitteleuropa nur in Ausnahmefällen höher als 15 Meter. Eiben sind in der Regel zweihäusig, das heißt, männliche und weibliche Blüten befinden sich an unterschiedlichen Bäumen. Bis auf den bei Reife durch Karotinoide lebhaft rot gefärbten Samenmantel oder Arillus, der becherartig den Samen umgibt, sind alle Pflanzenteile der Europäischen Eibe stark giftig. In allen europäischen Ländern gehört die Europäische Eibe, die ein sehr hohes Alter erreichen kann, zu den geschützten Baumarten. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und war im Jahre 1994 Baum des Jahres. Während sie in der Forstwirtschaft heute keine Bedeutung mehr haben, werden die schnittverträglichen Eiben seit der Renaissance häufig in der Gartengestaltung genutzt. Sie wird heute vor allem als Hecke angepflanzt.
Die Nadeln
Die weichen und biegsamen Eibennadeln haben eine linealische Form, die mitunter leicht sichelförmig gebogen ist. Sie stehen an den Leittrieben spiralförmig, während sie an den Seitenzweigen zweizeilig angeordnet sind. Eibennadeln sind zwischen 1,5 und 3,5 Zentimeter lang und zwischen 2 und 2,5 Millimeter breit und erreichen ein Alter von drei bis acht Jahren, bis der Baum sie abwirft. Eibennadeln werden auch als dorsiventral bezeichnet, was bedeutet, dass sie eine deutlich unterscheidbare Ober- und Unterseite haben. Auf ihrer Oberseite sind sie glänzend dunkelgrün und haben einen erhobenen Mittelnerv, der zur Spitze hin ausläuft. An der Unterseite sind sie dagegen hell- oder olivgrün gefärbt. Während Eibennadeln auf der Oberseite keine Spaltöffnung aufweisen, befinden sich an der Unterseite zwei undeutliche, blassgrüne Stomabänder. Durch sie findet der Austausch von Kohlenstoffdioxid, Sauerstoff und Wasserdampf mit der Umgebung statt. Eibennadeln besitzen mehrere auffällige Charakteristika. Sie haben keine Unterhaut oder Hypodermis und es fehlen Harzkanäle. Es fehlt außerdem das für andere Koniferen typische mechanische Verstärkungsgewebe oder Sklerenchym.Blüten und Samen
Unter optimalen Standortbedingungen tragen Eiben das erste Mal Blüten, wenn sie ein Lebensalter von 15 bis 30 Jahren erreicht haben. Unter weniger guten Standortbedingungen kann sich die Geschlechtsreife deutlich hinauszögern. In dichten Baumbeständen stehende Eiben, die kein ausreichendes Licht erhalten, erreichen ihre Geschlechtsreife mitunter erst mit 70 bis 120 Jahren. Europäische Eiben sind normalerweise zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch): männliche und weibliche Blüten befinden sich auf unterschiedlichen Bäumen. Es gibt auch in Ausnahmefällen einhäusig getrenntgeschlechtige (monözische) Exemplare, bei denen sich Blüten beider Geschlechter an einem Baum befinden. Meist weist nur ein einzelner Ast Blüten mit einem anderen Geschlecht auf. Die weiblichen Blüten sind nur 1 bis 1,5 Millimeter groß, stehen jeweils als Kurztriebe in den Blattachseln jüngerer Zweige und sind auf Grund ihrer grünlichen Farbe unscheinbar. Sie bestehen aus sich überlappenden Schuppen, von denen nur die oberste fruchtbar ist und nur eine Samenanlage trägt. An der Basis der Samenanlage findet sich ein ringförmiger Wulst, der sich bei befruchteten Blüten zu einem fleischigen, roten Samenmantel, dem Arillus, auswächst. Die Blütenknospen werden im Laufe der zweiten Sommerhälfte ausgebildet. Zur Blütezeit, die in Mitteleuropa in die Zeit von März bis April reicht, bildet sich an der Spitze des umhüllenden Deckblattes ein klebriger Bestäubungstropfen aus. Dieser nimmt die anfliegenden Pollenkörner auf und bringt, wenn er verdunstet ist, die Pollenkörner an den Nucellus, sodass die Blüte bestäubt wird. Die zahlreichen männlichen Zapfen stehen ebenfalls an 1 bis 2 Millimeter langen, blattachselständigen Trieben. Sie haben eine kugelige Form mit einem Durchmesser von etwa 4 Millimetern und enthalten sechs bis vierzehn schildförmige Staubblätter, die jeweils sechs bis acht gelbliche Pollensäcke tragen. Wenn sich die Pollensäcke durch Wärme öffnen, werden die Pollenkörner bereits durch geringe Windbewegungen fortgetragen. Obwohl die Pollenkörner der Europäischen Eibe keine Luftsäcke aufweisen, ist wegen ihres geringen Gewichtes ihre Sinkgeschwindigkeit mit 1,6 Zentimeter pro Sekunde so gering, dass sie durch Luftbewegungen sehr weit fortgetragen werden können. Die frühe Blütenzeit, die in einen Zeitraum fällt, in dem Laubbäume in der Regel noch keine Blätter tragen, stellt sicher, dass dieser Pollenflug weitgehend ungehindert stattfinden kann, selbst wenn die jeweilige Eibe von Laubbäumen überdacht ist. Der bläulich-braune und eiförmige Same ist 6 bis 7 Millimeter lang und 3 bis 5 Millimeter breit. Das Gewicht des Samen liegt zwischen 43 und 77 Milligramm. Jeder einzelne Samen wird durch einen fleischigen Samenmantel, Arillus genannt, geschützt, der ihn becherförmig umgibt und dessen Farbe sich mit zunehmender Reife von Grün zu einem auffallenden Rot wandelt. Die Ausbildung dieses Samenmantels haben Europäische Eiben mit den anderen Arten aus der Familie der Eibengewächse gemeinsam. Dies unterscheidet diese Familie unter anderem von den meisten anderen Nadelgehölzen, die in der Regel verholzende Zapfen bilden. Die Samen reifen von August bis Oktober und keimen erst im zweiten Frühjahr. Die Samenverbreitung erfolgt durch Vögel, die vom süßen Arillus angelockt werden. In der Forstwirtschaft werden die Samen gesammelt, sobald sich der Arillus rot und der Samen braun verfärben. Der Samenmantel wird mit einem Wasserstrahl entfernt und die Samen dann bis zum nächsten Herbst gelagert. Der Keimerfolg ist größer 50 Prozent, wenn der Samen einer wechselnden Wärme- und Kältebehandlung unterzogen wird.EibengruppeDas Holz der Eibe
Eigenschaften und heutige Verwendung
Die Europäische Eibe ist ein Kernholzbaum. Der schmale Splint ist gelblich-weiß und etwa zehn bis zwanzig Jahresringe stark. Das Kernholz weist eine rötlichbraune Farbe auf. Das wegen des langsamen Wachstums feinringige Holz ist sehr dauerhaft, dicht, hart und elastisch sowie schwer. Seine hohe Dichte zeigt sich auch im Gewicht. Ein Kubikmeter Eibenholz wiegt zwischen 640 und 800 Kilogramm. Im Vergleich dazu wiegt ein Kubikmeter Holz des Mammutbaums 420, der Kiefer 510 und der Buche und Eiche jeweils 720 Kilogramm. Eibenholz trocknet sehr gut, schwindet dabei nur mäßig und lässt sich leicht verarbeiten. Die Europäische Eibe hat heute allerdings keine wesentliche forstwirtschaftliche Bedeutung mehr. Das im Holzhandel nur selten angebotene Holz wird für Furnierarbeiten sowie für Holzschnitzereien und Kunstdrechslerei sowie im Instrumentenbau verwendet.Verwendung in der Jungstein- und Bronzezeit
In der Geschichte der Menschheit hat Eibenholz eine wesentlich größere Bedeutung gehabt, als dem Holz heute beigemessen wird. Das harte und elastische Holz ist besonders für den Bau von Bögen und Speeren geeignet: Bei den beiden ältesten hölzernen Artefakten, die bislang bekannt sind, handelt es sich um zwei Speere, die jeweils aus Eibenholz gefertigt sind. Der ältere Speer wurde in der Nähe von Clacton-on-Sea, Essex gefunden und wird auf ein Alter von 150.000 Jahren datiert. Der zweite Fund stammt aus dem niedersächsischen Lehringen, wo im Brustkorb eines in einer Mergelgrube konservierten Waldelefantenskelettes eine 2,38 m lange Eibenholzlanze gefunden wurde, die den mittelpaläolithischen Neandertalern zugeschrieben und auf ein Alter von 90.000 Jahren geschätzt wird. Zwischen 8.000 und 5.000 Jahre alt sind acht Eibenbögen, die in verschiedenen Ausgrabungsorten in Norddeutschland gefunden wurden. Ein ebenfalls sehr gut erhaltener und 183 Zentimeter langer Eibenbogen wurde 1991 bei der Ötztaler Gletschermumie gefunden. Auch dieser Bogen ist 5.000 Jahre alt. Jungsteinzeitliche Funde weisen die Verwendung von Eibenholz für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Löffeln, Tellern, Schalen, Nadeln und Ahlen nach. Drei bronzezeitliche Schiffe, die in der Mündung des Flusses Humber in Yorkshire gefunden wurden, bestehen aus Eichenplanken, die mit Eibenholzfasern miteinander verbunden waren. Auch die Reste bronzezeitliche Pfahlbauten z.B. am Mondsee zeugen von dieser frühen Wertschätzung des Eibenholzes, das äußerst feuchtigkeitsbeständig ist.Der Langbogen und seine Auswirkung auf die Eibenholzbestände
Eibenbögen wurden zunächst nur aus dem Kernholz der Eibe gebaut. Erst etwa ab dem 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung begann man beim Bogenbau die unterschiedlichen Eigenschaften von Splint- und Kernholz zu nutzen. Das auf der Bogeninnenseite verwendete Kernholz lässt sich gut komprimieren, während das Splintholz ausgesprochen elastisch und dehnbar ist und deswegen auf der Außenseite der Bögen verwendet wurde. Die Zugspannung solcher sogenannten Kompositbögen konnte, wenn sie als 1,8 bis 2 Meter langer Langbogen gebaut wurden, 36 bis 54 Kilogramm erreichen, was den damit abgeschossenen Pfeilen eine hohe Reichweite und große Durchschlagskraft gab. England war in der Verwendung dieser Langbögen führend: Sie hatten ihn von den Walisern übernommen und bereits ab 1298 in den Kämpfen gegen die Schotten erprobt. Als einer ihrer spektakulärsten Siege gilt die Schlacht von Azincourt im Jahre 1415, als englische Bogenschützen gegen ein zahlenmäßig weit überlegenes französisches Ritterheer erfolgreich waren. Die außerordentliche Tauglichkeit des Eibenholzes für die Waffenherstellung führte zu einer Übernutzung der Eibenbestände. England importierte sehr frühzeitig Bogenstäbe aus ganz Europa. Der erste Hinweis auf einen Bogenholzhandel stammt von einer Zollrolle aus Dortrecht, die auf den 10. Oktober 1287 datiert ist. Für den 8. Januar 1295 ist für Newcastle die Ankunft von sechs Schiffen aus Stralsund belegt, die unter anderem 360 „Baculi ad arcus“ oder Bogenstäbe geladen hatten. Jedes Handelsschiff, das ab 1492 in England Handel treiben wollte, musste eine bestimmte Anzahl Eibenrohlinge mit sich führen. Das führte im Endeffekt dazu, dass alle europäischen Eibenbestände so stark zurück gingen, dass diese sich bis heute nicht richtig erholt haben. Allein zwischen 1521 und 1567 wurden aus Österreich und Bayern zwischen 600.000 und 1 Million zwei Meter lange und 6 cm breite Eibenstäbe für die Weiterverarbeitung zu Bögen ausgeführt. 1568 musste Herzog Albrecht dem kaiserlichen Rat in Nürnberg mitteilen, dass Bayern über keine schlagreifen Eiben mehr verfüge. In England reagierte man auf die Eibenholzverknappung mit der Anordnung, dass jeder Bogenmacher pro Eibenholzbogen vier aus dem weniger geeigneten Holz des Bergahorns herzustellen habe und Jugendlichen unter 17 Jahren wurde das Führen eines Eibenholzbogens verboten. Anordnungen aus dieser Zeit lassen darauf schließen, dass England, nachdem die mittel- und südeuropäischen Eibenvorkommen erschöpft waren, Eibenholz aus den Karpaten und dem nordöstlichen Baltikum bezog. 1595 ordnete die englische Königin Elisabeth I. die Umstellung des englischen Heeres von Langbögen auf Musketen an. Fritz Hageneder vertritt in seiner Monographie über die Eibe die Ansicht, dass diese Umstellung, die zu einem Zeitpunkt erfolgte, als der Langbogen der Muskete in Reichweite, Treffsicherheit und Schussgeschwindigkeit noch weit überlegen war, allein erfolgte, weil der Rohstoff Eibe für die Herstellung von Langbögen nicht mehr zur Verfügung stand.Andere historische Verwendungen des Eibenholzes
Die Verwendung von Eiben war nicht nur auf die Herstellung von Langbögen begrenzt. Neben verschiedenen Gebrauchsgegenständen wie Webschiffchen, Kästchen, Eimern, Kämmen und Axtholmen wurde das feuchtigkeitsbeständige Holz unter anderem für die sogenannten Sohlbalken verwendet, die direkt auf dem Steinfundament von Häusern auflagen und besonders leicht Feuchtigkeitsschäden ausgesetzt waren. Ebenso wurde das Holz für Faßpipen und Wasserleitungen gebraucht. Das elastische Holz wurde bis ins 20. Jahrhundert bei der Herstellung von Peitschen verwendet. Anders als beim Langbogenbau war Eibenholz bei diesen Verwendungen jedoch einfacher zu ersetzen.Eibenstämme - Eiche
- definition:Die Eichen (Quercus) sind eine Gattung von Laubgehölzen
Die Eichen (Quercus) sind eine Gattung von Laubgehölzen aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Der deutsche Name ist mit dem lateinischen esca = Speise verwandt, was darauf hinweist, dass die Früchte des Baumes früher große Bedeutung für die Schweinehaltung hatten. Die Gattung umfasst etwa 600 Arten, davon 450 in der Untergattung Quercus und 150 in der Untergattung Cyclobalanopsis. Bei dem römischen Autor Quintus Ennius (* 239 v. Chr.; ~ 169 v. Chr.) findet sich der früheste literarische Beleg für den lateinischen Namen des Baums, 'quercus'. Eichen sind sommergrüne oder immergrüne Bäume oder seltener Sträucher. Sie sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Bei der Eichel handelt es sich um eine Nussfrucht. Die Früchte sind von einem Fruchtbecher eingeschlossen, den man Cupula nennt. Die Blätter sind wechselständig, zumeist am Rand gebuchtet, seltener ganzrandig oder gezähnt. Die Nebenblätter fallen früh ab. Eichen sind einhäusig getrenntgeschlechtig. Die Blüten sind sehr einfach gebaut, wie das bei windbestäubten (anemophilen) Taxa häufig der Fall ist. Die männlichen Blüten sind in hängenden Blütenständen (Kätzchen) zusammengefasst. Schon von alters her ist den Menschen aufgefallen, dass Eichen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten beherbergen (bis zu 1000 Arten in einer Krone). Die Spezialisierung zahlreicher Insekten auf diese Bäume gilt als ein Zeichen des hohen entwicklungsgeschichtlichen Alters (Coevolution). Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Nordamerika. In Deutschland sind die Eichen mit einem Anteil von 9 Prozent des Bestandes im Flach- und Hügelland nach den Buchen die verbreitetste Laubbaum-Gattung. Noch höhere Anteile an den Beständen in einigen Wäldern nahe der Küste etwa im Lübecker Stadtwald sind noch immer auf die Bedeutung der Eiche für den Schiffbau im Mittelalter zurückzuführen. In Deutschland kommt die Eiche vor allem in Mischwäldern vor. Größere Eichenwälder sind selten.
- gedrechselt
- definition:Drehen von Holz, etc. in runde Gegenstände
Mit dem Drechseln (Drehen) wird einem Körper, welchem auf der Drechselbank eine Drehbewegung mitgeteilt wird, durch Anwendung schneidender Werkzeuge eine bestimmte Form geben. Drechseln entwickelte sich aus der ursprünglichen Form des Bohrens in Ägypten im 4. bis 5. Jahrtausend v. Chr. und wurde seitdem, bis auf den Antrieb, der seit der Motorisierung eine kontinuierliche hohe Drehzahl erlaubte, und die verwendeten Materialien, nicht wesentlich weiterentwickelt. Man drechselt Holz, Grünholz, Schildpatt, und Elfenbein, bei Metallen spricht man dagegen vom Drehen. Die Drechsler sind entweder Holzdrechsler (gewöhnliche Drechsler) oder Kunstdrechsler. Hartholz wird mit hohen Drehzahlen gedrechselt, während Weichhölzer dagegen mit niedrigeren Drehzahlen gedrechselt werden. Je größer der Gegenstand, desto geringer die Drehzahlen des Werkstückes bzw. umgedreht je geringer der Durchmesser desto höher die Drehzahlen des Werkstückes. Anders ausgedrückt muss die Schnittgeschwindigkeit höher sein als die Schergeschwindigkeit des Holzes. Ist die Winkelgeschwindigkeit zu hoch, zerbirst der Drechselkörper und es besteht Lebensgefahr. Schon Phidias soll die Drechslerkunst auf Holz und Elfenbein angewendet haben. Alexander der Große, Artaxerxes von Persien, Peter der Große und Kaiser Rudolf II. trieben die Drechslerkunst zu ihrem Vergnügen. Auch Martin Luther war ein fleißiger Drechsler.
- Grenadill
- definition:Afrikanische Grenadilla (Dalbergia melanoxylon)
Grenadill-Holz (eine englische Bezeichnung ist "African Blackwood") ist ein tief dunkelbraunes Hartholz der Palisander -Familie mit feiner schwarz-violetter Zeichnung. Es wird vor allem aus Mosambik und Tansania importiert und wurde im Handel früher fälschlicherweise als "Senegal-Ebenholz" und "Mosambik-Ebenholz" bezeichnet, obwohl es nicht zur Ebenholz-Familie gehört. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde es von portugiesischen Händlern erstmals nach Europa gebracht und hat seither einen festen Platz im Holzblasinstrumentenbau erobert. Mit einem spezifischen Gewicht von 1400 kg/m3 und einer Darrdichte von 1100 kg/m3 ist Grenadill eines der schwersten Hölzer. Es wird vor allem im Holz- Musikinstrumentenbau hauptsächlich für Klarinetten, aber auch für einige Sackpfeifen wie die Great Highland Bagpipe und Orgeltastaturen verwendet.
- Hartholz
- definition:Hartholz ist durch einen großen Anteil an Fasern und seine enge Gefäßstruktur in der Beschaffenheit festes und schweres Holz
Hartholz ist durch einen großen Anteil an Fasern und seine enge Gefäßstruktur in der Beschaffenheit festes und schweres Holz. Der Begriff war ursprünglich zolltechnischer Natur und wurde für Hölzer mit einer Darrdichte über 0,55 g/cm3 (beispielsweise Buche, Eiche, Esche) verwendet. Holz mit geringerer Dichte wird als Weichholz bezeichnet.
- Kirschbaum
- definition:Die Süßkirsche oder Wilde Vogelkirsche (Prunus avium)
Die Süßkirsche oder Wilde Vogelkirsche (Prunus avium) wird häufig wegen ihrer Früchte und wegen ihrer Schönheit, wenn sie in Blüte steht, angepflanzt. Sie ist in Europa ein bekannter Waldbaum, wächst vorwiegend auf kalkhaltigen Böden und erreicht eine Höhe von 20 Metern. Der Baum ist ein Flachwurzler und hat ein weitreichendes Wurzelsystem. Die Vogelkirsche liefert auch wertvolles Möbelholz. Sie wächst schnell und hat festes, fein gemasertes Holz, das sich gut in der Möbeltischlerei, zum Drechseln und zur Herstellung von Musikinstrumenten eignet. Von beiden Arten gibt es auch gefüllte Varietäten. Es ist allerdings nicht empfehlenswert, diesen Baum in einem kleinen Garten anzupflanzen, da die Krone sehr groß wird und viel Platz in Anspruch nimmt. Für kleine Gärten eignet sich die Abart Prunus avium plena mit ihren schneeweißen, gefüllten Blüten wesentlich besser. Die Vogelkirsche wird auch oft als Unterlage, bei der Veredelung von Edelkirschen verwendet. Das gängigste Verfahren dabei ist die Geißfußveredelung auf Hochstämmen. Außerdem ist sie ein hervorragendes Blüten- und Vogelschutzgehölz in der freien Landschaft. Das Holz der Kirsche wird gerne für die Möbelherstellung verwendet und ist aufgrund seiner Härte auch als Parkett geeignet. In der Biedermeierzeit (1815-1848) wurde das helle, leicht rötliche Holz massiv oder als Furnier im Möbelbau gerne verwendet. Die dichte, feinporige Oberfläche ist besonders für Hochglanzpolituren geeignet. Bis zur 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dazu Schellack verwendet, danach zumeist Nitrozelluloselacke. Bei der Verwendung des massiven Holzes im Möbelbau ist die starke Aufnahme und Abgabe des Holzes von Luftfeuchtigkeit zu beachten. Kirschholz ist im Splintbereich zudem anfällig für Holzwurmbefall.
- Kreisel
- definition:Ein Kreisel ist ursprünglich ein Kinderspielzeug, das auf einer Unterlage um eine senkrecht gehaltene Achse gedreht wird
Ein Kreisel ist ursprünglich ein Kinderspielzeug, das auf einer Unterlage um eine senkrecht gehaltene Achse gedreht wird und dann eine Weile in etwa die Achsrichtung beibehält, wobei der Kreisel auf der Unterlage umherwandert. In der Physik ist ein Kreisel ein (starrer) Körper, der um eine Achse rotiert, sich ansonsten frei bewegen kann oder auch an einem Achsenende oder beiden mehr oder weniger festgehalten wird. Kreisel müssen in der Physik nicht notwendigerweise rotationssymmetrisch sein. Der Kreisel ist eines der ältesten Spielzeuge, welches an archäologischen Fundstellen anzutreffen ist. Neben dem Gebrauch des Spielzeugs wurden Kreisel historisch auch für Glücksspiele und für die Wahrsagung verwendet. In der Technik werden Kreisel beispielsweise zur Stabilisierung und Navigation genutzt, da die Richtung des Drehimpulses gleich bleibt, wenn keine Kraft auf sie wirkt. Der Grund dafür ist die Drehimpulserhaltung. Stimmt die Drehachse mit der Richtung des Drehimpulses zusammen, ändert sich auch diese nicht.
- Maser
- definition:Aussergewöhnliche Wuchsform des Holzes
Als Maserholz bezeichnet man die Abweichung der Wuchsform eines Gehölzes von einer als ideal angenommenen Form. Im Allgemeinen handelt es sich also um Unregelmäßigkeiten im Holzaufbau. Aber auch Besonderheiten, die die normalen Wuchsform eines Gehölzes im Holz als Material hinterlässt, werden als Maser bezeichnet.
- Maserknolle
- definition:Knollenartige Verwucherung des Holzes
Die Entstehung von Maserknollen ist nicht ganz geklärt, man geht aber davon aus, dass sie durch eine Anhäufung von "schlafenden" Knospen, entstehen. Sie sind an einem Baumstamm an einer deutlichen Verdickungen, häufig im unteren Stammabschnitt zu erkennen. Die hier sehr wirbelige und lebhaft Textur des Holzes wird oft zu dekorativen Furnieren aufgearbeitet. Die Verarbeitung und Trocknung kann sich aber als schwierig erweisen.
- Mooreiche
- definition:Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren, Sümpfen oder in Flussufern gelegen hatten
Eine Besonderheit stellt die Mooreiche dar. Dabei handelt es sich nicht um eine Baumart, sondern um Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren, Sümpfen oder in Flussufern gelegen hatten und ausgegraben wurden. Die Gerbsäure des Eichenholzes verbindet sich mit den Eisensalzen des Wassers, wodurch das Holz sehr hart wird und sich stark verfärbt. Die Verfärbung kann sehr unregelmäßig sein und variiert von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau bis tiefschwarz. Diese subfossilen Eichen können 600 bis 8500 Jahre alt sein.
- Nussbaum
- definition:Walnussbaum (Juglans regia)
Die Walnuss wird 15 bis 25 Meter, in dichteren Baumbeständen auch bis 30 Meter hoch. Ihr Höhenwachstum endet mit ca. 60 bis 80 Jahren, sie kann ein Alter von 150 bis 160 Jahren erreichen. Der Baum bildet ein tief wurzelndes Pfahl-Herzwurzelsystem und im Freistand eine breite Krone aus. Seine Rinde ist in der Jugend glatt und aschgrau, im Alter entwickelt sich eine tiefrissige, dunkel- bis schwarzgraue Borke. Die wechselständigen Blätter sind unpaarig gefiedert mit fünf bis neun (meist sieben) Fiederblättchen und erreichen eine Länge bis zu 30 Zentimeter. Die dunkelgrünen Fiederblättchen selbst sind 6 bis 12 Zentimeter lang und 2 bis 6 Zentimeter breit und streng gegenständig. Ihre Form ist elliptisch bis eilänglich, sie sind fast ganzrandig und bis auf die Achselbärte unbehaart. Die Laubblätter verströmen beim Zerreiben einen aromatischen Duft. Die Echte Walnuss ist einhäusig getrenntgeschlechtig, auf einer Pflanze gibt es also weibliche und männliche Blüten. Die männlichen Blüten sitzen zu vielen in einem Blütenstand, der die Form eines hängenden Kätzchens hat. Die weiblichen Blüten sitzen einzeln. Die Blüte erfolgt zwischen April und Juni, wobei die männlichen Blüten meist 4 Wochen früher erscheinen. Die Bestäubung erfolgt durch Wind (Anemophilie). Die Kerne der Früchte, die ihre Reife durch eine braun und rissig werdende Schale anzeigen, sind als Walnüsse bekannt und überall im Handel erhältlich. Traditionell galten die Früchte der Walnussgewächse in der Botanik als Steinfrüchte. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass sie zu den Nussfrüchten zu zählen sind. Entgegen früheren Meinungen scheint die grüne, nussumgebende Hülle nicht Bestandteil des Perikarps zu sein, sondern sie wird aus Blattorganen gebildet. Die Nuss selber variiert in ihrer Form und Größe stark. Sie kann rund, oval walzenförmig, eiförmig oder schnabelförmig sein, ist 2,5 bis 8 Zentimeter lang und 2,5 bis 5 Zentimeter breit. Die Schalendicke beträgt 1,8 bis 2,2 Millimeter. Die echte Walnuss wird gern als Beispiel herangezogen, um Allelopathie zu erklären. In den grünen Organen wird ein Glucosid gebildet, welches nach Freisetzung in Juglon umgewandelt wird. Dieses wirkt auf zahlreiche Pflanzenarten keim- und wachstumshemmend. Der Anbau der Echten Walnuss erfolgt in erster Linie wegen des Fruchtertrags. Da aber auch das Holz sehr begehrt und eines der teuersten Hölzer ist, wird seit Ende des letzten Jahrhunderts vermehrt versucht, den Baum forstwirtschaftlich zu nutzen. Die im Handel angebotenen Sorten sind aber in der Regel auf hohen Fruchtertrag selektiert worden. Viele Bäume werden deshalb auch als Halbstamm angeboten. Eine forstliche Nutzung setzt schnell- und gradwüchsiges Pflanzmaterial voraus, welches aber derzeit in dieser Form nicht im Handel ist. Die Anzucht in Beständen engt die Kronen ein, was zwar zu einem geringeren Fruchtertrag führt, aber längere astfreie Stammabschnitte zu erzielen hilft. Unter Konkurrenz wachsende Bäume können bis zu 10 m höher werden als Einzelbäume. Im Zusammenhang mit der Wertholzproduktion wurde die Walnuss mit der Schwarznuss gekreuzt. Die daraus entstandene Juglans intermedia soll wipfelschäftig und schnellwüchsig sein. Man erwartet eine höhere Frosthärte als bei der Walnuss und eine Resistenz gegen das Schwarznusssterben.
- Riegel
- definition:Wellenartige Maserung
Eine eindeutige, kausale Ursache lässt sich heute nicht beschreiben, gewisse Zusammenhänge werden aber mit den Standortbedingungen vermutet. So tritt Wimmerwuchs im Hochgebirge häufiger auf als im Fachland. Folgen für die Nutzung Starker Wimmerwuchs wird zum Problem für die holzverarbeitende Industrie, da das Holz eine geringere Dimensionsstabilität aufweist und eher zur Rissbildung neigt. Besonders bei älteren Tannen tritt Wimmer häufiger auf und führt hier zur Wertminderung infolge der schlechten Nutzbarkeit. Dagegen ist Wimmerwuchs bei Fichten oder Birken besonders zur Herstellung von kunsthandwerklichen Artikeln oder Musikinstrumenten beliebt, da er eine abwechslungsreiche Oberflächenstruktur der Produkte garantiert.
- Rosenholz
- definition:Palisander, Dalbergia decipularis
Rosenholz ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene tropische Holzarten. Diese Hölzer haben einen schwach rosenähnlichen Duft. Die Holzart hat nichts mit dem Holz der Rose zu tun, wie gerne angenommen wird. Häufig wird Palisander falsch als "Rosenholz" bezeichnet, da Palisander im Englischen rosewood genannt wird. Es handelt sich hierbei um einen beliebten Übersetzungsfehler. Palisander stammt ausschließlich von bestimmten Arten der Gattung Dalbergia, während die Bezeichnung "Rosenholz" für ganz unterschiedliche Holzarten verwendet wird: * Bahia-Rosenholz stammt von Dalbergia decipularis. * Als Afrikanisches Rosenholz, häufiger noch aber unter dem Namen Bubinga oder Kevazingo, kommt Holz von Arten der Gattung Guibourtia, die zu den Johannisbrotgewächsen (Fabaceae, Unterfamilie Caesalpinioideae) zählt, in den Handel. Bei G. tessmannii beträgt die Rohdichte des Holzes 0,8-0,9 g/cm3 (bei u = 0 %). * Als Rosenholz bezeichnet werden auch die zu den Lorbeergewächsen (Lauraceae) zählenden Arten Aniba rosaeodora, die im Amazonasbecken und in Guayana vorkommt, und Ocotea cernua (= O. caudata), die im gesamten Lateinamerika weit verbreitet ist. Aus dem Holz dieser Arten wird ein ätherisches Öl destilliert, das Rosenholzöl. Da in der Kolonialzeit vor allem die Bestände in Französisch-Guayana genutzt und bernutzt wurden, sind diese Hölzer auch als Cayenne-Rosenholz bekannt. * Adlerholz (von Aquilaria agallocha).
- Zirbelkiefer
- definition:Die Zirbelkiefer (Pinus cembra), auch Arve oder Zirbe genannt, ist ein Nadelbaum aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).
Die Zirbelkiefer ist ein Baum, der Wuchshöhen von 20 bis 30 Metern erreicht. Sie kann bis zu 1000 Jahre alt werden und der Stammdurchmesser solch alter Bäume beträgt zwischen einem und 1,7 Metern. Junge Bäume sind anfangs kegelförmig mit einem auffallend dichten Nadelkleid. Die Äste reichen fast bis zum Boden. Später nehmen die Bäume eine abgerundete, breite Form an. Bei freistehenden Bäumen reichen die Äste auch im hohen Alter noch bis zum Boden herab. Die Borke des Baums ist von grau bis silbrig rotbrauner Farbe und weist die für Kiefern typischen Längsrisse auf. Die Rinde der Äste ist dagegen von graugrüner bis hellgrauer Farbe. Die buschigen, 5 bis 12 cm langen Nadeln stehen zu fünft an Kurztrieben und sind sehr weich und biegsam. Die Zirbe ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, wobei die Blüten nur im oberen Kronenbereich angesetzt werden. Die männlichen Blüten stehen zu mehreren dicht gedrängt an der Basis der jüngsten Langtriebe. Diese sind rotbraun, später gelb und bis zu zwei Zentimeter lang. Die weiblichen Blütenstände sind blauviolett und stehen zu mehreren an den Spitzen der Langtriebe. Die Samen reifen im zweiten Jahr von September bis Oktober. Im Freistand wird die Blühfähigkeit mit 50 Jahren erreicht, im Bestand noch später. Die eiförmigen, aufrecht stehenden Zapfen sind 5 bis 13 cm lang und 4 bis 8 cm breit. Sie sind unreif von violetter Farbe. Mit zunehmender Reife wandelt sich ihr Farbton in ein Braun um. Die Zapfen enthalten ungeflügelte, etwa 1 cm große, nussartige Samen mit harter Schale. Die Zirbelkiefer ist sehr gut an kalte Winter angepasst und verträgt Temperaturen bis -50° C. Sie ist außerdem weitgehend resistent gegen den Pilz Strobenrost (Cronartium ribicola), der beispielsweise die nahe verwandte Weymouths-Kiefer stark gefährdet.
- Zwetschke
- definition:Zwetschke (P. domestica subsp. domestica)
Die Zwetschge (P. domestica subsp. domestica) (auch Zwetschke und Zwetsche oder Quetsche) ist eine Unterart der Pflaume und damit eine Obstart. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse und zählt zum Steinobst. Im Gegensatz zur echten Pflaume ist die Zwetschge weniger rundlich, hat Enden mit deutlichen Spitzen, eine mehr ins dunkelblaue gehende Farbe, eine weniger ausgeprägte Naht und lässt sich leichter vom Stein (Kern) lösen. In einigen Gebieten Österreichs wird jede Pflaumenart als Zwetschke (mit k) bezeichnet. Das deutsche Wort "Zwetschge" stammt wahrscheinlich von "Damascener" ab, nach Damaskus benannt, dem Ursprung des Pflaumenhandels. Die Stämme der Zwetschge sind oft drehwüchsig und daher als Bau- und Möbelholz wenig geeignet. Aufgrund der interessanten Färbung, die von dunkelbraun bis violett reicht, wird das harte Holz gerne für Schmuck, Kleinutensilien, Intarsienarbeiten und im Musikinstrumentenbau verwendet.



